Mit der Wahrheit, die sich zeigt, mitgehen

Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die es zu schulen gibt, wenn es darum geht, wahr Begegnung, als Kunstform zu leben, ist die Fähigkeit, mit der Wahrheit, die sich zeigt, mitzugehen.

Es ist die Erkenntnis, dass ich nicht die Macht habe, nicht den Einfluss habe, aber es auch nicht meine Aufgabe ist, für mein Gegenüber Verantwortung für sein inneres Erleben habe.

Das befreit mich von der Retterrolle, vom Coach, von mütterlicher Energie. Es geht viel mehr darum, dann in meinem eigenen Raum zu sein und zu bleiben, offen, nichts zurechtrücken, nicht helfen, nicht beraten.

 

Hier zeigt sich die Wichtigkeit einer Vision der Liebe, klare Vereinbarungen, klare No-Gos, klare Must-Haves, klare Hinweise, was ein Mensch braucht, wenn er in eine Geschichte, in einer Rolle, in Schutzmechanismen oder Kompensation kollabiert.

 

Es ist die Erlaubnis, die Erfahrung durchleben zu dürfen, dass wir nicht perfekt sein müssen, dass wir nicht performen müssen, aber auch, dass niemand und nichts im Aussen für unser Empfinden und Erleben verantwortlich ist.

 

Es ist Raum, Rhythmus und Zeit, die ein Mensch bekommt, um zu erkennen, was gerade geschieht. Es ist Raum, Rhythmus und Zeit, die ein Mensch bekommt, um zurückzufinden in den eigenen Turnon, mit klaren Prozessen, durch Forschungsprojekte, Vertiefung der Wahrnehmung, Beobachten, Verhaltenstraining, um dann wieder in die eigene Verspieltheit und Lebendigkeit zurückzufinden und in die Begegnung eizubringen.

 

Das ist eine hingebungsvolle Partnerschaft mit uns selbst.

 

Und das macht uns zu vertrauenswürdigen, konkurrenzlosen Partnern, weil die Qualität der Achtsamkeit, Transparenz und Ehrlichkeit, die wir dann in den Partnerschaftsraum bringen, exquisit ist und verfeinert ist.

 

Hier reden wir über Liebe und Partnerschaft auf einer anderen Ebene. Eine Ebene, die mit Reizen, Romantik oder mit Bindungsstile und Klischees nichts zu tun hat. Und das alles hat seine Berechtigung.

Aber wir gehen tiefer.

 

Wir gehen in ein Wahrnehmungs - und Verhaltenstraining, in dem wir so klar und so real werden mit dem, was wir innerlich erleben.

 

Wir erforschen, wie wir versuchen, vom anderen gesehen, geliebt, gehalten und als besonders wahrgenommen zu werden.

 

Wir erforschen diese Muster sehr ehrlich.

 

Wir gehen tief und schauen: Was will ich eigentlich? Wie lebe ich das für mich? Was ist das Bedürfnis, mein Turnon, das ich versuche, im Aussen zu stillen?

 

Und mit dieser Einsicht und inneren Verbundenheit komme ich dann in den Partnerschaftsraum, erfüllt und befriedigt durch diese innere Partnerschaft mit mir selbst.