Etwas, das mir sehr wichtig ist in meiner Arbeit, ist, dass ich ganz tief erforschen darf, in welchen Momenten im Leben meiner Kunden und Kundinnen die Trennung von der Wahrheit kommt. Wann verlassen sie den Moment der wahren Begegnung?
Ich darf alle Rollen, die sie spielen, alle Überzeugungen, Persönlichkeitsaspekte, Ängste, gelebte Tabus, Wünsche kennenlernen, die sich in diesem Moment der Trennung, unter dieser Trennung befinden. Ich darf Zeugin ihrer wahren Wünsche sein, die aus ihrem Körper entspringen, die sich offenbaren.
Es ist nur möglich, weil wir das, was Widerstand und Trennung auslöst, nicht wegmachen. Es ist mir sehr, sehr wichtig, dich wirklich kennenzulernen. Und ich meine nicht deine Persona, sondern den grösseren Aspekt von dir. Und genau das steht im Mittelpunkt unserer ersten drei Tage zusammen.
Ich will jemand sein, der dich nicht coacht, der dich nicht optimiert, sondern mit dir diesen edlen Raum öffnet, wo sich Dinge offenbaren können, von denen du und ich vielleicht noch nicht einmal eine Ahnung haben.
Menschen, die in diesen Erforschungsraum kommen, haben bereits ganz viel Geld, Zeit und Energie in Therapie, in Leadership-Ausbildungen investiert, sind selber Führungspersonen, führen andere Menschen und sich selbst, sind reguliert und haben wirklich ein Leben, bei dem man sagen kann: Wow, sie sind wirklich Führungspersonen ihres eigenen Lebens und Business.
Und doch wissen sie, dass das, was ihnen für tiefe Begegnung fehlt, etwas ist, das ihnen irgendwie verborgen bleibt. Sie wissen auch, dass sie tiefer schauen wollen, nicht im therapeutischen Sinne, sondern auf der Ebene von Eros.
Dein nächstes Level an Erfüllung, die nächste Tiefe an Begegnung, kommt jetzt eben nicht mehr aus Polaritätstheorien, tantrischen Ideen, Körperarbeit, sondern im Erforschen von Momenten, in denen dein Körper, dein Nervensystem, dein Geist gelernt haben: Hier wünsche ich mir wahrscheinlich Dinge, die nicht so sehr zu meiner Persona passen.
Das, was du wirklich willst, die wirkliche Begegnung, die wirkliche Qualität, hat vielleicht ganz andere Wünsche, Bedürfnisse, tausend verschiedene Flavours, die immer wieder wechseln. Hier geht es nicht mehr um Klischees, um Liebe und Partnerschaft, um feminin und maskulin, sondern das ist ein Forschungsgebiet, das uns mitnimmt in Erfahrungen, die wir nicht kontrollieren können und in denen wir unserer wahren Sehnsucht, die sich immer wieder verändert, begegnen.
Wahrnehmen und beobachten
Bevor wir überhaupt mit unseren drei Tagen beginnen, wirst du von mir eine ganz simple Beobachtungsaufgabe bekommen. Ganz simpel, aber nicht weniger tief, im Gegenteil. Du wirst Forscher sein und tiefe Wahrnehmungsmomente mitten in deinem Alltag erleben.
Du wirst Transparenz schaffen über deine innere Welt. Du lässt mich hinein in all die Momente, in denen du etwas tust, sagst, denkst, sprichst, handelst, wo du merken kannst: Ach, das ist pure Gewohnheit, eigentlich will ich das gar nicht.
Gewisse solche Momente sind dir bewusst und gewisse nicht. Wie sich das im Alltag zeigt, ist:
- Es ist nett, aber nicht real.
- Es ist schön, aber nicht berührend.
- Es ist liebevoll, aber gewohnheitsmässig, vorhersehbar.
Da ist Widerstand, da ist dieses Gefühl von: Hm, ja, ich hätte dir gleich sagen können, wie das ist, wie dieser Sonntag ablaufen wird.
Und obwohl die Liebe und Passion oder Begegnung dein Selbstbewusstsein stimmt, gibt es so letzte Akkorde, zu denen dein Körper einfach nicht zu 100 % Ja sagen kann.
Mit dieser Forschungsarbeit beginnt unsere erste Session, dann nehmen wir all dieses Wissen, deine Wahrnehmungs- und Beobachtungsmomente und gehen tief.
Wir machen nichts weg, wir analysieren nichts, wir machen keine neuen Geschichten daraus, was es über dein Mannsein, dein Frausein, deinen Weg, dein spirituelles Wesen oder irgendetwas anderes zu bedeuten hat.
Es bleibt bei der Wahrnehmung und beim genauen Hinschauen:
- Wie unterbrichst du den Moment der Wahrnehmung und Begegnung? Wie machst du das?
- Was machen dein Körper und dein Atem?
- Wie bewegst du dich?
- Wohin schaust du?
- Was machen deine Empfindungen?
- Schwitzt du dabei?
- Erstarrt dein Nacken?
- Wird dein Herz schwer?
Bedingungslose Annahme
Durch die bedingungslose Annahme dessen, was sich in diesem Moment zeigt, durch die immense Vertiefung der Wahrnehmung der Erfahrung all dessen, was dein Körper in diesem Moment unterstützt, wirst du merken, dass dein Körper beginnt, die Führung zu übernehmen.
Er wird uns zeigen, wie er sich fühlt, was er empfindet und wir bekommen Zugang zu Aspekten, die wichtig sind für dich, von denen du aber vorher noch keine Ahnung hattest, worum es dabei geht.
Wenn es passiert, geht es darum, sich einzulassen und sich immer wieder neue Momente tiefer Wahrnehmung zu schenken. Mit Fragen begleiten ich dich dabei Schritt für Schritt.
Was sich parallel dazu zeigen wird, ohne dass das sofort entstehen muss, ist, dass dein Körper dir signalisiert, was er eigentlich stattdessen will, sodass nicht nur deinem Kopf klar wird, wie du kompensierst, sondern dass dein Körper dir durch Impulse, Gefühle und Empfindungen mitteilt, was wirklich gesehen werden will. Und wenn das nicht geschieht, dann ist es auch in Ordnung, und dann arbeiten wir dort weiter. Und dann arbeiten wir weiter am dritten Tag.
Das wird unangenehm sein, weil wir hören, was ein grösserer Aspekt von dir eigentlich sagt. Wir werden zu tief beobachtenden Forscher, schaue ich, wie du atmest, wie du klingst, wie dein Körper zeigt, was er eigentlich wirklich will.
So werden wir ganz tiefe beobachtende Erforscher. Ich schaue, wie du atmest, wie du klingst und wie dein Körper mir zeigt, was er eigentlich wirklich will. Wir alle kennen uns oder unseren Partner oder Menschen, wenn sie im Flow sind, wenn sie in Ekstase sind, wenn sie sich vergessen, wenn sie ganz im Moment erblühen und absorbiert sind. Das ist ein gewisser Zustand. Und den erkennen wir, den nehmen wir ernst, den machen wir grösser. Der ist wichtiger als alle Klischees und Rollen und Polaritätstheorien, die wir je zuvor gehört oder gelernt haben.
Und nach diesen drei Tagen hast du eine glasklare Landkarte vor dir.
Mit einem Lächeln im Gesicht kannst du sehen, wie du die Momente verlierst, in denen du gerne tiefe und wahre Begegnung erleben wolltest. Du erkennst ganz klar die Signale deines Körpers
und du wirst spüren und fühlen, dass dein Körper weicher, offener, präsenter sein kann im Liebesspiel, im Alltag, in der Begegnung mit Menschen, weil du lernst, mit Widerstand umzugehen, anstatt ihn wegzumachen und neue Geschichten zu kreieren, was das alles mit dir zu tun hat oder zu bedeuten hat.
Unzählige Momente kommen mir hier in Erinnerung, wie sich in Sessions mit meinen Kundinnen und Kunden plötzlich mystische Momente ergeben haben. Momente, in denen Dinge geschehen, die sich so wahr und ungeplant offenbart haben. Erkenntnisse auf Seelenebene werden möglich.
Deine ureigene Art, wie du Liebe und Passion leben willst, wird sich offenbaren. Vielleicht in Bildern, Gefühlen, Empfindungen, in Nuancen, die nichts mit deiner Prägung zu tun haben. Diese Erfahrung ist die Erlaubnis, genau das zu leben, was wirklich sein will. Und auch das wird sich immer und immer wieder verändern.
Was ich jetzt beschrieben habe, ist eigentlich die Erfahrung wirklicher Begegnung, tiefer wahrer Begegnung jenseits von Projektion und psychologischen Analysen und Persönlichkeitstypen und Klischees. Jenseits von irgendwelchen Konzepten will ich dort bei dir sein und diesen mystischen Momenten innehalten, Zeugin sein. Das ist nur der Anfang dieser ersten drei Tage.
Ich masse mir nicht an, etwas zu wissen. Wir betreten einen Erforschungsraum, in dem wir beide nicht wissen. Ich bin einfach neugierig. Mein Körper liest, fühlt, geht in Resonanz und nimmt wahr.
Und doch ist das wie eine Akupunkturnadel, denn ich brauche keine Klischees, wir machen nichts weg. Nicht einmal die Absicht, etwas zu transformieren, steht im Raum, obwohl es eine tiefe Veränderung gibt.
Ich glaube, das Mutigste, was wir heutzutage tun können, wenn wir uns wirkliche Verbundenheit und wahre Begegnung wünschen, ist, jenseits dessen zu gehen, was wir darüber kennen.
Dass wir alle Definitionen und Klischees wirklich vor der Tür lassen und nur erforschen, was ist. Da kann dein Körper aufatmen. Da kann etwas Grösseres in dir beginnen, sich auszudehnen, sich auszuprobieren, verspielt zu sein.
Aber wie du siehst, macht jedes Wort eigentlich die Essenz wieder kaputt. Da ist Kreation, das ist Innovation, das ist Kreativität, das ist Forschungsarbeit, Neugier. Das wird dir dienen in Bezug auf deine Kunden, deine Partnerin, deine Kinder.
Ich möchte, dass wir beide unseren Blick auf diesen dritten Raum richten, den Forschungsraum, auf das, was sein will. Dem geben wir unsere Hingabe, unsere Energie, unseren Fokus, unsere Tiefe. So beginnen wir unsere Reise, wenn du willst.
